WIE MAN EINE ARCHE BAUT – ANLEITUNG FÜR SCHULEN

Schulen befinden sich in einer einzigartigen Position, um das Bewusstsein ihrer Gemeinden zu verändern, indem sie ihren jungen Menschen durch das Arche-Projekt beibringen, wie man die kleinen Flecken dieses Planeten, die wir zu bewahren haben, beschützt und behütet. Wenn Kinder und Jugendliche keine Liebe zur Natur und keine Beziehung zu ihr entwickeln, warum sollten sie dann das Bedürfnis haben, sie zu schützen? Archen sind eine wunderbare Möglichkeit, Kindern die wahre Natur der Erde, die wild ist, näherzubringen.

Indem ihr einen Teil eures Schulgeländes verwildern lasst, werdet ihr Teil der Lösung und gebt den Kindern ein positives Beispiel, bei dem sie erleben können, wie viel Freude es macht, Familien jeder Art und Größe ein Zuhause zu bieten. Wenn wir jetzt nicht helfen, werden diese kleinen Menschen in einer Welt aufwachsen, der viel Zauber und Leben fehlt, ganz zu schweigen von den Komplikationen und überwältigenden Problemen, die der Zusammenbruch des Klimas und der Verlust der Artenvielfalt für sie mit sich bringen werden. Es geschieht bereits vor unseren Augen.

Bauen wir ihnen eine Arche!

Schritt 1.
Spart so viel Land wie möglich für eure Arche aus. Selbst ein kleiner Fleck oder eine Begrenzung sind von Bedeutung. Macht deutlich, dass dieses ausgewählte Stück Land einen Sinn und Zweck hat!
Ladet unser Arche-Logo von unserer Website herunter. Druckt es aus und befestigt eine wasserfeste Version an einem markanten Wegweiser in eurer Schularche mit einer Flagge oder einem Holzschild. Schreibt klar und deutlich neben das Logo »DIES IST EINE ARCHE« auf das Schild. Wenn ihr einfach nur die Wörter benutzt, ist das auch in Ordnung.

Gebt für Passanten oder interessierte Nachbarn die Website deutlich an, damit sie verstehen, dass es einen guten Grund für das gibt, was die Leute oft als »ungepflegten Garten« ansehen. www.wearetheark.org/de

Lasst euch etwas einfallen! Ich freue mich schon auf viele kreative Ideen! Verbreitet die Information und, wenn ihr möchtet, teilt eure Schilder online. Nehmt dafür #thisisanark und #letsbuildanark, damit wir sie finden können. Wir werden so viele wie möglich in unseren sozialen Netzwerken veröffentlichen.

Jetzt könnt ihr stolz sein und jeder, der es sieht, kann sich auf der Website über das Arche-Projekt unterrichten. Ihr und eure Schule sind unter dem Dach unserer fürsorglichen Gemeinschaft verbunden.

 

Foto von Moya McGinely

Schritt 2. Neustart!
Wenn es sich bei dem Fleckchen Erde nicht um beschädigtes Land handelt, dann ist es bereits mit allen Samen versehen, die der Ort braucht, um sich selbst zu heilen und ein Ökosystem wiederherzustellen, das alle Lebewesen nährt, mit denen wir das Land teilen. Wenn es sich um geschädigtes Land handelt, das Hilfe benötigt, ist es vielleicht zunächst nicht offensichtlich, aber nach einiger Zeit werdet ihr es merken. Vielleicht ist es der fehlende Bewuchs nach ein paar Monaten oder sogar einem Jahr. In städtischen Gebieten kann der Boden durch Schwermetalle oder andere Belastungen vergiftet sein. Er kann sehr verdichtet oder durch mehrfache chemische Anwendungen weitgehend tot sein. Er kann mit nicht einheimischen, invasiven Pflanzen bewachsen sein, die entfernt werden müssen, damit sich wieder ein heimisches, förderliches Ökosystem etablieren kann. Wenn es nach einem Jahr immer noch ziemlich kahl aussieht, ist es vielleicht an der Zeit, einen Neustart des Ökosystems anzustoßen. Besorgt euch dann einheimisches, biologisches Saatgut mit offener Bestäubung und sät dort Wildblumen oder eine Wildkräuter- und Kleemischung aus. Dies wird die Reinigung des Bodens einleiten und neue Energie freisetzen.

Wenn das Land Hilfe braucht, könnt ihr nach und nach einheimische Pflanzen und Bäume einführen, aber denkt daran, dass die Intelligenz der Natur weit über unser Verständnis hinausgeht, also versucht es nicht zu sehr. Vertraut in die Natur. Sie hat bereits alles, was sie braucht, und hat ihren Selbstheilungsprozess perfektioniert. Aber einheimische Bäume und Hecken sind immer willkommen, wenn sie aus Samen gezogen und lokal bezogen werden (vorzugsweise in einem Umkreis von 15 Kilometern, um dem örtlichen Ökosystem den größtmöglichen Nutzen zu bringen).

Wenn es sich um eine dichte Monokultur aus Rasen handelt, müsst ihr das Gras entfernen und wie oben beschrieben eine Wiese ansäen. Pflanzen haben es manchmal schwer, sich in Konkurrenz zu Rasenflächen zu etablieren. Wenn es sich jedoch um eine alte Wiese handelt, ist sie vielleicht schon voller Vielfalt, und ihr müsst ihn nur lang wachsen lassen, ohne ihn zu stören. Ihr werdet viele wilde Blattpflanzen im Rasen sehen, an denen ihr erkennt, ob er vielfältig ist. In einer dichten Grasmonokultur wird es fast keine geben und man muss möglicherweise wie oben beschrieben eingreifen, um die Vielfalt zu fördern.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr den Rasen einfach in Ruhe lassen, um zu sehen, ob sich eine Gemeinschaft von Wildpflanzen bildet. Wenn es nach einem Jahr nur noch Gras gibt, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihm zu helfen.
Das Gras nicht spritzen, um es zu entfernen. Wenn es sich um eine kleine Fläche handelt, deckt sie mit Pappe ab und weicht sie ein. Deckt sie mit einer zehn Zentimeter dicken Schicht aus torffreiem Kompost oder Mutterboden ab und sät eine Wiese direkt in diese Schicht. Achtet auf hungrige Vögel!

Wenn es sich um eine große Rasenfläche handelt, könnt ihr einige Dinge tun, um das Gras abzutöten und es mit einer einheimischen Wildblumenwiese anzusäen, um es neu zu starten.

– Ihr könnt ihn eine Saison lang mit Mulch bedecken, um das Gras abzutöten. Alte Wollteppiche, große schwarze Plastikfolien sind andere Möglichkeiten – diese vorzugsweise nur aus zweiter Hand und recycelbar. Wir müssen das Plastikproblem nicht noch verschlimmern.

– Ihr könnt sie ebenso mit flachgedrückter Pappe abdecken, die von allen Klebestreifen befreit wurde. Weicht sie ein und gebt eine dünne Schicht torffreien Kompost oder Mutterboden darauf, bevor ihr etwas aussät. Die Kinder könnten alle je einen Karton mitbringen, und ihr hättet schnell alles, was ihr für eine große Fläche braucht. Ihr bräuchtet eine Vogelscheuche oder zwei, um die hungrigen Vögel davon abzuhalten, alle Samen zu fressen. Veranstaltet einen Vogelscheuchen-Wettbewerb zwischen den Klassen! Ein gutes Projekt, um sie in den Prozess einzubinden. Steckt die Pappe fest, wenn sie vom Winde verweht zu werden droht.

– Wenn ihr die Möglichkeit habt, könnt ihr die Oberfläche der Rasenfläche leicht aufkratzen und den Boden darunter freilegen, damit die Samenbank im Boden eine Chance zum Keimen hat. Sobald die Samen auch nur für einen winzigen Moment dem Licht ausgesetzt sind, reicht das aus, um den Samen anzuregen, damit er keimt und zu einer Pflanze wird.

Schritt 3. Reißt Barrieren ein! Wildtiere können sich nicht einfach durch Zäune oder in ummauerte Gärten bewegen. Oft haben sie deshalb zu vielen Nahrungsquellen und Zufluchtsorten keinen Zugang. Wenn ihr Mauern oder Zäune zu Nachbarn habt, könnt ihr das mit ihnen besprechen. Wenn sie einverstanden sind, könnt ihr einen Bauunternehmer beauftragen, ein oder zwei Tunnel unter die Grenze zu bohren (wobei du darauf achten musst, dass die Bausubstanz nicht destabilisiert wird), um die freie Wanderung von Lebewesen zwischen den Gärten zu ermöglichen.

Wenn eure Nachbarn mitspielen, könnt ihr nach und nach feste Begrenzungen durch Wildtierkorridore aus heimischen Hecken ersetzen, die auch ein wichtiges Nisthabitat darstellen.

Schritt 4. Heiße die »Unordnung« willkommen.
Wir verlieren die Magie in der Welt und in uns selbst. Wir sind darauf trainiert, Wildheit in unseren Gärten als »unpordentlich und ungepflegt« anzusehen, Sauberkeit als »Pflege«. Doch in der Natur bedeutet Ordentlichkeit Tod. In einem gepflegten Garten gibt es nur wenig Leben. Ein ordentlicher Rasenteppich, der von einem Ende zum anderen reicht, hat keinen Zauber. In solchen Bereichen gibt es keine Hoffnung, keine Zuflucht. Die Wiederverwilderung von Land ermöglicht es dem Leben, wieder zu gedeihen.

 

 

Der Tod ist ein wichtiger Teil des Lebens.
Stehendes Totholz beherbergt sehr viel Leben. Eine lebende ausgewachsene Eiche beispielsweise beherbergt über 500 Arten von Lebewesen, aber ein toter oder sterbender Baum beherbergt Tausende! Lasst die abgestorbenen Blätter, Äste und den alten Bewuchs liegen. Von den toten und sterbenden Elementen in der Natur geht eine große Bandbreite an Unterstützung für die Lebenden aus. Mindestens 40% der Waldtiere sind irgendwann in ihrem Leben auf Totholz angewiesen. Zwischen vielen einheimischen Pflanzen, Pilzen, Insekten und anderen Lebewesen bestehen vielschichtige Beziehungen.

Schritt 5. Heißt die wilden einheimischen Pflanzen, die bisher »Unkraut« hießen, willkommen!
Die Natur verschorft alle Schnitte in ihrer Haut mit ihrem Erste-Hilfe-Pflaster, das als »Unkrautsamenbank« bekannt ist. Lasst sie ihre wichtige Arbeit tun, wenn sie in Erscheinung tritt. Diese Pflanzen bieten lebenswichtige Nahrung für Insekten und Bestäuber, sie treiben ihre Wurzeln tief in den Boden und nehmen Mineralien aus der Tiefe in ihre Blätter auf. Sobald sie absterben, remineralisieren sie den Boden, während sie in der Erde verrotten. Sie haben eine so wichtige Aufgabe! Sie heilen den Boden. Wir sollten sie bestärken und bewundern.
Heißt diese einheimischen Pflanzen willkommen. Sie sind die vorderste Front der Natur. Stattdessen sind wir darauf abgerichtet worden, sie bei jedem Auftauchen sofort zu beseitigen, sie als unordentlich, unerwünscht und nutzlos zu betrachten.
Wir müssen diese wichtigen Pflanzen jedoch als Samenbank für einheimische Wildpflanzen verstehen. Der Begriff »Unkraut« ist viel zu abwertend und negativ, vor allem wenn man bedenkt, welche wichtige Rolle diese Pflanzen bei der Wiederherstellung eines Ökosystems spielen. Sie sind die Grundpfeiler der Natur.

Viele unserer einheimischen Schmetterlinge zum Beispiel sind auf Brennnesseln als Nahrungsquelle für ihre Larven angewiesen. Der Admiral, der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und der C-Falter. Wenn ihr Brennnesseln habt – lasst sie nach Möglichkeit einfach stehen.. So wirst du viel zur Unterstützung dieser – und vieler anderer – Insekten beitragen. http://www.nettles.org.uk/ Brennnesseln/Wildtiere/Schmetterlinge. asp

INNEHALTEN & NACHDENKEN! Frage dich: Warum spritzen wir und versuchen, alle Frühblüher zu vernichten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber sind? Sind sie wirklich so schlimm oder störend, dass sie beim ersten Auftreten beseitigt werden müssen? Können wir unsere Gedankengänge ändern und sie ihre Arbeit machen lassen, bevor wir sie niedermähen?

Schritt 6. Lasse das wuchernde unordentliche Dornengestrüpp in Ruhe!
Lasse die Brombeeren und andere dornige heimische Pflanzen wachsen und gedeihen. Sie schützen junge Bäume und sind ein wunderbarer Zufluchtsort für viele wilde Säugetiere. Sie sind für die Wiederherstellung eines einheimischen Ökosystems unerlässlich. Sie bieten Windschutz, Schutz äsenden Tieren wie Rehen, damit sich die Setzlinge etablieren können, sie sind kräftige Tiefwurzler, die den Boden remineralisieren und umstrukturieren, und sie sind großartige Lebensräume und Nahrungsquellen für Vögel und andere Wildtiere. Die Aufstellung des Schildes wird ein Schlüssel sein und die Menschen darüber aufklären, wie vorteilhaft diese Räume für unsere Verwandten aller Formen und Größen sind.

Schritt 7. Lasse Chemikalien weg.
Hör auf zu spritzen, lass das Land atmen und sich erholen. Die Bakterien im Boden werden durch Chemikalien abgetötet, und diese Bakterien und Pilze sind ein wichtiger Faktor für die Wiederherstellung der Bodengesundheit. Sie sind die Grundlage für die Gesundheit des Ökosystems der Böden. Diese häufig verwendeten Gifte versickern auch im Grundwasser und verursachen Chaos und Tod in unseren Wasserökosystemen. Chemikalien haben in einer Arche nichts zu suchen. Lest mehr zur Glyphosat-Debatte.

Schneckenkorn tötet zwar Gehäuse- und Nacktschnecken, aber auch andere Lebewesen, die sich unwissentlich von ihren toten Körpern ernähren, wie Igel und Vögel. Ratten- und Mäusegift führt zur Dezimierung unserer Eulenpopulationen. In Irland gibt es nur noch 400 Brutpaare von Schleiereulen. Wir müssen die Zusammenhänge verstehen. Der Versuch, Probleme chemisch zu lösen, führt immer zu anderen, unsichtbaren Problemen. Alles ist miteinander verbunden.

Auch wenn es schwerfällt, versuche, niemals Pflanzen aus Quellen zu kaufen, die nicht nachweisen können, dass sie nicht mit Chemikalien behandelt wurden. Diese Chemikalien (Fungizide, Pestizide und Herbizide) machen all die gute Arbeit zunichte, die du dir vorgenommen hast, und die Bestäuber werden krank, wenn sie Pollen von Pflanzen sammeln, die mit langlebigen Chemikalien behandelt wurden. Am besten sind organische, lokale und einheimische Pflanzen, oder pflanzen Sie Stecklinge von Ihren Freunden, die einfach und kostenlos zu bekommen sind. Die Beschaffung von Stecklingen aus alten, lokalen Hecken ist ein sehr positiver Schritt für die örtliche Tierwelt.

Schritt 8. BELEUCHTUNG DER ARCHE. Wie du nachts deinen ARK-Bewohnern helfen kannst!

Die Beleuchtung in Städten und auf dem Land hat sich ohne Rücksicht auf die Schäden entwickelt, die sie bei unseren Wildtieren anrichtet. Die heute übliche blau-weiße Beleuchtung ist einer der Hauptfaktoren für den Rückgang der Artenvielfalt.

Zum Beispiel können nächtliche Insekten in diesen Lichtern nicht sehen, was ihnen die Möglichkeit nimmt, zu bestäuben, sich zu ernähren oder Eier zu legen, womit Larven für Vögel und Nahrung für Fledermäuse und Spinnen fehlen, und so weiter… Die negativen Auswirkungen der Beleuchtung sind so gewaltig, dass sie auf politischer Ebene bald geändert werden MÜSSEN.

Bis dahin müssen wir tun, was wir können… bitte stelle sicher, dass deine ARK-Lichter einen rötlichen Ton haben (das beeinträchtigt nicht so sehr) und stelle sicher, dass die Außenbeleuchtung mit einem Bewegungssensor ausgestattet ist, so dass sie nur für kurze Zeit eingeschaltet wird, wenn du sie brauchst, und dazwischen Dunkelheit herrscht.

Bitte forder deine Kommunalpolitiker auf, eine Änderung dieser Beleuchtung in Betracht zu ziehen. In der Regel ist es mangelndes Bewusstsein, das zu diesen Maßnahmen führt… es lohnt sich, sie aufzuklären. Das kann sehr viel ausmachen!

Hervorragende Quelle https://www.bund-sh.de/stadtnatur/lichtverschmutzung/.

AUSSERSCHULISCHE AKTIVITÄTEN

– Spotlight auf das Leben.

Erstelle eine Liste. Beginne mit der Auflistung der Lebewesen, die hier ihr Zuhause gefunden haben. Was ist dir aufgefallen, welche Insekten, Flechten, Pflanzen, Pilze, Vögel und Säugetiere haben hier Zuflucht gefunden?
All dies wird das Bewusstsein der Passanten schärfen und die Kinder aufklären. Du kannst diese Liste auf deinen Social-Media-Plattformen teilen, um auf das aufmerksam zu machen, was du tust und warum es wichtig ist. Meistens bleiben diese Kreaturen unbemerkt und unversorgt. Erstelle eine Tafel mit Zeichnungen und Beschreibungen von Tieren und Pflanzen, damit Eltern und ihre Kinder im Vorbeigehen innehalten und lernen können. Lasst uns das verborgene Leben, mit dem wir diese Welt teilen, in den Mittelpunkt rücken.

– Insektenhotel.

Eine großartige Möglichkeit, um eine Vielzahl von Insekten zu fördern und ein einfaches und lustiges Projekt zu machen. Achtet darauf, dass die Löcher für die Zweige und Stängel einen Durchmesser von 2 bis 10 mm haben und dass der Kasten an einem sonnigen Ort in einer Höhe von etwa 1,5 m über dem Boden steht. Dieser Link ist eine wirklich gute Quelle für einfache und hilfreiche Insektenhotels und wie man sie pflegt und verwaltet.

 

Eine Sandböschung ist ein wichtiger Lebensraum für Solitärbienen. Eine kahle, sonnige Böschung aus weichem Sand, in die sie sich eingraben können, ist ein weiteres tolles Projekt.

– Ein kleiner TeichSogar eine versenkte, mit Regenwasser gefüllte Schale schafft eine Wasserstelle für die kleinen Lebewesen und ehe man sich versieht, finden Molche, Wasserkäfer, Kaulquappen und Libellen ihre Arche. (Achtet nur darauf, dass sie mit Steinen oberhalb des Wasserspiegels ausgestattet ist, damit die Tiere entkommen können, wenn sie mit den steilen Rändern zu kämpfen haben). Wasser ist Leben, und es ist ein wichtiger Bestandteil jedes Ökosystemnetzwerks. Es gibt zahlreiche Websites, die euch dabei helfen, euren eigenen natürlichen Teich anzulegen. Ich liebe diesen Artikel von Re-wilding Scotland.

Fülle den Teich am besten mit gesammeltem Regen- oder Quellwasser, wenn möglich. Die Chemikalien im modernen Leitungswasser töten Bakterien ab, und das ist nicht gut für die Natur (oder unser eigenes Darm-Ökosystem). Bakterien regieren die Welt, und die »Guten« sind für die Gesundheit in allen ökologischen Systemen unerlässlich. Sammelt das Regenwasser vom Schuldach, wenn dies bei euch erlaubt ist.

Stellt eine Pinnwand auf mit einer Liste aller Kreaturen, die sich in eurer Arche eingefunden haben, und ergänzt diese von Zeit zu Zeit. Lasst die Kinder jede dieser Kreaturen untersuchen und malen, sie benennen und ihre Verbindungen im Netz des Lebens erklären.

– Baumschule. Bewegt die Kinder dazu, einheimische Baumsamen zu sammeln und in der Schule eine kleine Baumschule einzurichten, deren kleine Bäume die Kinder mit nach Hause nehmen, wo sie ihre eigenen Archen anlegen können. Diese irische Initiative ist ein hervorragendes Beispiel, das überall auf der Welt mit einheimischen Bäumen nachgeahmt werden könnte. Wald in einer Box: Schema.

– Haufen aus Altholz, Zweigen und Blättern.

Legt einen Stapel Holzscheite an einen ruhigen Ort, dazu einen Haufen aus Ästen, Zweigen und an, wenn ihr diese auftreiben könnt. Viele Kreaturen werden hier ein Zuhause finden. Verrottendes Holz und Blätter schaffen Wärme für die Familien, die hier Zuflucht finden. Sie brauchen sichere Orte wie diese, an denen sie sich vor Fressfeinden und Menschen gleichermaßen sicher fühlen. Lasst das Laub in eurem Garten fallen, wo es will, denn es nährt die Pflanzen, die es produziert haben, und viele Lebewesen brauchen es für die Winterwärme. Sie sind die Winterdecke der Erde, lebenswichtig für das Ökosystem unter der Erde.

– Schaut, wer gekommen ist, um zu bleiben!

Stellt eine bewegungsempfindliche Nachtsichtkamera auf, um die Familien zu erfassen, die in eurer Schularche Schutz suchen.

Unterrichtet die Kinder über die einheimischen Lebewesen, die zu ihren Lebzeiten ausgestorben sind, und über diejenigen, die derzeit vom Aussterben bedroht sind. (siehe die Roten Listen in der Datenbank). Bringt die Kinder an den Rand der Arche und hebt vorsichtig einen Stein an, um zu sehen, ob irgendwelche Kreaturen gekommen sind, um zu bleiben. Erklärt ihnen die Bedeutung jedes Lebewesens im Netz, wobei die bei einigen von ihnen vielleicht weniger offensichtlich sind. Ein Beispiel wären Landasseln.

Anmerkung. Seid euch möglicher Bedenken wegen der Verwilderung bewusst.

– Haltet Ausschau nach »invasiven« Arten. Wir befinden uns nicht im Krieg mit diesen Pflanzen. Wenn sie sich nicht integrieren und die Entstehung eines einheimischen Ökosystems nicht zulassen, dann arbeitet behutsam daran, sie einzuschränken oder zu entfernen, damit sich eine gesunde Gemeinschaft entwickeln kann. Du kannst für deine Gegend recherchieren, um welche invasiven Arten es sich handelt. Es sind überall auf der Erde unterschiedliche. Dies ist ein kontroverses und schwieriges Problem. Verschiedene Organisationen haben unterschiedliche Wege, damit umzugehen. Bitte erkundige dich und triff deine eigene Entscheidung. Chemische Bekämpfung kommt für mich nicht in Frage, schon gar nicht auf dem Schulgelände! Ich bin der Meinung, dass die Auswirkungen ihres Einsatzes die Vorteile der Entfernung invasiver Pflanzen bei weitem überwiegen.

– Waldbrände. In heißeren Weltgegenden musst du möglicherweise Brandschneisen einplanen für den Fall, dass Waldbrände ausbrechen. In einigen Teilen der Welt ist dies bereits ein Problem und könnte auch in den gemäßigten Zonen bald zu einem Problem werden.

Und schließlich…Lehnt euch zurück und genießt!

Lasst das Land unter eurer Anleitung und Fürsorge zu neuem Leben erwachen. Beobachtet staunend, wie es sich mit Schmetterlingen, Insekten, Igeln, Wildblumen und Magie füllt.
Habt Geduld. Jedes Jahr wird mehr und mehr Leben auf das Land zurückkehren. Die Natur heilt so schnell, und es spricht sich so schnell herum, wenn es einen Zufluchtsort gibt. Seid bereit… so viele Geschöpfe und ihre Familien werden fast über Nacht auftauchen!
Ihr habt eine Arche gebaut.
Ihr tragt auf wahrhaft gute Weise zu Lösungen bei.

Hoffnung ist der Lohn.