ZIELE DER ARCHE

1. Das Bewusstsein für das Aussterbeereignis zu schärfen, das wir erleben.

Im Moment ist es vielleicht der Verlust von seltenen oder ungewöhnlichen Moosen oder von Lebewesen, denen du nicht oft begegnest, aber eines Tages, sehr, sehr bald, wird es der geliebte Igel oder die Drossel sein.

Die weniger bekannten und weniger geliebten Arten sind lebenswichtige Bestandteile des Netzes des Lebens und, was die meisten von uns nicht wissen, sie spielen eine entscheidende und tragende Rolle im Leben vieler anderer Lebewesen. Sich also nur auf die Rettung der bekannteren Kreaturen zu konzentrieren, reicht nicht. Wir müssen sichere Zufluchtsorte für ALLE Lebewesen schaffen, mit denen wir diesen Planeten teilen.

2. Sichere und vielfältige Zufluchtsorte für so viele Wildtiere wie möglich zu schaffen.

Es besteht ein wachsender Bedarf an Schutzgebieten, in denen die Natur die Vorgänge entfalten kann, um die Giftstoffe, mit denen wir sie durchtränkt haben, zu verdauen, zu neutralisieren und abzubauen.

3. So viel Land wie möglich der Natur zurückgeben.

Zum Beispiel gibt es allein in den USA 40 Millionen Hektar chemisch behandelte Monokulturen nur als Rasenflächen. Wenn nur 10 % dieser Fläche als kleine Archen reserviert würden, böte dies Lebensraum für Milliarden von Lebewesen, und die ökologische Zukunft dieses Kontinents wäre verändert.

4. Die Schaffung eines Netzes von miteinander verbundenen, lebensvollen Schutzgebieten, die den Samen für die Wiederherstellung der Vielfalt und Gesundheit unseres Planeten bilden.

5. Den Menschen etwas Wichtiges zu tun geben, um das Leben auf der Erde zu bewahren.

6. Eine Bewegung zu schaffen, die Menschen stark macht.

7. Menschen, Schulen, Unternehmen und Kommunen darin zu bestärken, ihre Gärten, Parkanlagen und öffentlichen Brachflächen verwildern zu lassen, sie unordentlich und wild werden zu lassen, ohne dass Passanten und Nachbarn sich darüber aufregen. Unordnung ist gut! In einem »gepflegten« Garten gibt es nur sehr wenig Leben.

Foto von Moya McGinley

8. Die Umbenennung von »Unkräutern« in heimische Wildpflanzen, die die Grundlage für das Ökosystem der Natur bilden. Die Menschen über den enormen Wert von Wiesen und Gebüschen für die Schaffung von Lebensräumen und die Entwicklung von Ökosystemen aufzuklären.

9. Die Menschen dazu zu bringen, tiefsitzende, unbewusste Haltungen im Umgang mit der Natur in von Menschen geschaffenen Landschaften zu hinterfragen.

Warum mähen wir den Rasen?

Warum »jäten« wir die Beete mit nicht-einheimischen Sträuchern und Blumen?

Warum wollen wir Löwenzahn und andere einheimische Pflanzen entfernen, wenn sie im Frühjahr eine so wichtige Pollenquelle für Insekten sind?

Warum töten und schneiden wir alles?

10. Ein Fenster zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion zu öffnen und mehr von uns zu ermutigen, Lebensmittel mit lebenserhaltenden Ansätzen anzubauen (zum Beispiel No-Dig und Permakultur). Diese Graswurzelbewegung wird dazu beitragen, das konventionelle Landwirtschaftsmodell zu verändern und mehr Raum für die Natur und eine gesunde Artenvielfalt zu schaffen.

11. Das Bewusstsein für die gefährlichen und zerstörerischen Auswirkungen zu schärfen, die Chemikalien auf jeden Aspekt der natürlichen Welt haben – auch auf uns. Man hat uns die Lüge verkauft, Chemikalien seien im Garten notwendig. Sie bringenauf so vielen verschiedenen Ebenen in ein natürliches Ökosystem den Tod. Sobald eine ausgewogene, vielfältige Landschaft wiederhergestellt ist, entwickelt sich alles zurück zu einem harmonischen, natürlichen, sich selbst erhaltenden System.